Ernst Toller, den er während der Nazizeit in einem Prozeß verteidigt hat. (Siehe Broschüre auf "Messer Schneide") https://christianklier.com/projekte/auf-messers-schneide/ Sauerbruch gewährte Toller nicht nur medizinischen Schutz, sondern trat im Juli 1919 im Hochverratsprozess auch als Zeuge für ihn auf und bewahrte ihn so vor der Todesstrafe. Quelle Wikipedia Ernst Toller 1893-1939 Dramatiker und Lyriker Im Ersten Weltkrieg entwickelt sich Toller zum Kriegsgegner und Linkssozialisten, 1918/19 ist er in München einer der führenden Köpfe der Revolution und Münchner Räterepublik. Verurteilt zu fünf Jahren Festungshaft, verfasst er in dieser Zeit seine wichtigsten expressionistischen Dramen, darunter „Die Wandlung“ und „Masse Mensch“. 1927 eröffnet die Piscator-Bühne in Berlin mit Tollers Geschichtsrevue „Hoppla, wir leben!“. In zahlreichen Schriften und Reden warnt Toller Ende der 1920er Jahre vor den Nationalsozialisten, deren Verhaftung er in der Schweiz entgehen kann. Ab 1934 lebt er in London und emigriert 1936 in die USA, wo er sich unermüdlich für den internationalen Kampf gegen den Nationalsozialismus engagiert. Im Mai 1939 nimmt er sich in New York das Leben. 1893 1. Dezember: Ernst Toller wird in Samotschin (heute: Szamocin, Polen) als Sohn des jüdischen Kaufmanns Max Toller geboren. 1914 Nach dem Abitur studiert er in Grenoble Jura, meldet sich jedoch kurz darauf als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg. 1917 Januar: Aus gesundheitlichen Gründen wird Toller vom Militärdienst freigestellt. Er setzt sein Studium in München fort. Mai: Er nimmt an der ersten "Lauensteiner Tagung" teil, die die nationale Elite der Künstler und Wissenschaftler zu einen versuchte. Es kommt allerdings zu einem Konflikt zwischen der älteren Generation um Max Weber, der für ein Durchstehen des Krieges eintritt, und der jüngeren Generation um Toller, der eine Beendigung des Krieges durch eine Revolution fordert. Toller zieht nach Heidelberg, flieht von dort aber aus politischen Gründen nach Berlin, wo er mit Kurt Eisner zusammentrifft, dem er nach München folgt. 1918 Januar: Nach Beteiligung am Munitionsarbeiterstreik wird Toller inhaftiert, kurz darauf in die Psychatrie zwangseingewiesen. November: Nach Ausrufung der Republik wird er Zweiter Vorsitzender des Zentralrats der Bayerischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte. 1919 März: Nach der Ermordung Eisners wird Toller Vorsitzender der bayerischen Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). In der Münchner Räterepublik ist Toller Vorsitzender des Zentralrats sowie Abschnittskommandant der "Roten Garde". Juli: Nach Zerschlagung der Räterepublik wird er wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Uraufführung des Dramas "Die Wandlung" in Berlin, in dem er seine geistige Entwicklung zum Revolutionär schildert. 1920-1924 Während der Haft schreibt Toller seine wichtigsten expressionistischen Dramen, wie "Masse Mensch" und "Der deutsche Hinkemann", in denen er seine durch die Kriegserlebnisse erlangte pazifistische Haltung umsetzt. 1924 Juli: Entlassung aus der Festungshaft. Er zieht nach Berlin, weil er aus Bayern ausgewiesen wird. 1927 Uraufführung des Zeitstücks "Hoppla, wir leben!". In verschiedenen Gruppen und Aktionen engagiert sich Toller weiterhin für einen revolutionären Pazifismus. 1933 Ausbürgerung durch die Nationalsozialisten; Aufenthalt in der Schweiz. Im Exilverlag "Querido" erscheint die Autobiografie "Eine Jugend in Deutschland". 1934 Übersiedlung nach London, anschließend in die USA. Während seiner gesamten Exilzeit engagiert er sich gegen den Faschismus. 1935 Heirat mit der Schauspielerin Christiane Grauthoff (1917-1974). 1939 Trennung von seiner Ehefrau. Als letzte große Veröffentlichung erscheint (in englischer Sprache) das Drama "Pastor Hall". 22. Mai: Ernst Toller nimmt sich in New York das Leben. Levke Harders, Antonia Meiners © Deutsches Historisches Museum, Berlin Stand: 16. März 2021 Text: CC BY NC SA 4.0 https://www.dhm.de/lemo/biografie/ernst-toller Johann_von_Mikulicz (-Radecki) als begnadeter Lehrer Sauerbruchs und vieler Anderer. Johann von Mikulicz-Radecki – das vergessene Genie der Chirurgie Professor Johann von Mikulicz-Radecki ist eine herausragende Persönlichkeit. Als genialer Chirurg begründete er die deutsche und die polnische Chirurgenschule, er erfand medizinische Instrumente, er führte neue Operationstechniken ein und er war Professor an den Hochschulen in Königsberg und Krakau sowie in Breslau, der zu seiner Zeit deutschen Stadt. Die jüdischen Patienten pflegten zu sagen, Professor Mikulicz komme gleich nach Gott. Obwohl sein Beitrag zur modernen Medizin nicht zu unterschätzen ist, ist das Wirken des bedeutenden, von der deutschen und polnischen Kultur geprägten Chirurgen jedoch immer noch weitgehend unbekannt. Medizinstudenten und Ärzte bringen Johann von Mikulicz-Radecki (poln. Jan Mikulicz-Radecki) sicher mit einer Operationsmethode oder mit seinem in der Chirurgie allgemein üblichen medizinischen Instrument, der sogenannten Mikulicz-Klemme, in Verbindung. Nur wenige aber wüssten mehr über seine Person. Indessen spiegelt sich in seiner Biographie die komplizierte Geschichte Mitteleuropas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wider. Johann Anton von Mikulicz-Radecki wurde 1850 in Czernowitz geboren, der Hauptstadt der Bukowina, die damals im Kaiserreich Österreich lag. Sein Vater war Pole aus einer altpolnischen Adelsfamilie, seine Mutter, Emilia Freiin von Damnitz, entstammte dem preußischen Adel. Johann war das jüngste der fünf Kinder des Paars (sein Vater hatte noch drei weitere Kinder aus seiner vorherigen Ehe). „Er war von zarter, kleinwüchsiger Statur, schwächlicher Gesundheit, wortkarg, drängelte sich nicht nach vorn“[1] - so beschreiben die Biographen den späteren Chirurgen. Der Bukowina, dem multikulturellen Schmelztiegel, in dem unter anderem Polen, Russen, Moldauer, Juden, Deutsche und Rumänen lebten, verdankte Mikulicz-Radecki, dass er schon als Kind mehrere Sprachen lernte, darunter Polnisch, Deutsch, Russisch und Jiddisch. Als Johann Anton acht wird, schickt ihn der Vater zusammen mit den Geschwistern und der Mutter nach Prag, damit die Kinder an Schulen kommen, deren Niveau deutlich über dem der Bildungseinrichtungen in Czernowitz liegt. Doch drei Jahre später kehrt die Familie in die Bukowina zurück, um sich nach einem Jahr, 1863, erneut aufzumachen - diesmal nach Wien. In der Metropole des Kaiserreichs besucht Mikulicz-Radecki zunächst als Externer das Theresianum, eine 1746 von Kaiserin Marie Therese gegründete exklusive Schule für adelige Jugendliche, die zum Staatsdienst herangezogen werden sollen.[2] Ein Jahr später wechselt er an das Benediktiner-Gymnasium in Klagenfurt, wo seine Schwester Karoline als Sängerin ein Engagement am Theater bekam. In dieser Zeit denkt Johann, der bei den Messen Kirchenorgel spielt, daran, einem Orden beizutreten. Der Vater, Andreas Mikulicz, ist strikt dagegen. Er leistet abermals Widerstand, als sein Sohn ihm mitteilt, dass er beabsichtigt, Medizin zu studieren. Obwohl der Vater die Zukunft in einem Jurastudium sieht, widersetzt sich Johann diesmal seinem Willen. Der Ungehorsam des Sohnes zieht nach sich, dass der Vater ihm die weitere finanzielle Unterstützung seiner Ausbildung versagt. Trotzdem nimmt Johann 1869 an der Wiener Universität das Medizinstudium auf, während er seinen Lebensunterhalt anfangs mit Nachhilfeunterricht und Klavierstunden verdient. Bald darauf erhält er dank der Unterstützung eines Professors ein Stipendium der Silberstein-Stiftung, das ihm erlaubt, sich ganz auf das Lernen zu konzentrieren. https://www.porta-polonica.de/de/atlas-der-erinnerungsorte/johann-von-mikulicz-radecki-das-vergessene-genie-der-chirurgie Willy Anschütz als Freund (auch nicht nazifreundlich, zumindest dessen Tochter) Anschütz, Wilhelm (1870-1954) - Dokument vom 4. Dezember 1922 Available (only 1 items left) Overview Reviews Autogramm, Chirurgische Universitäts-Klinik Kiel Anschütz, Wilhelm (1870-1954) - Dokument vom 4. Dezember 1922 Wilhelm AnschützOriginale Unterschrift von Wilhelm Anschütz auf Dokument der Chirurgischen Universitäts-Klinik in Kiel, ausgestellt am 4. Dezember 1922. Nach Wilhelm Anschütz ist das "Anschütz-Zeichen", eine Aufblähung des Blinddarms bei tiefsitzendem Darmverschluss, benannt worden. Ausgestellt ist das Dokument für Dr. Wilhelm Behn aus Kiel. Umfang: 1 Seite (1 Blatt) Wasserzeichen: Eine Zeile "Bri..." Zweite Zeile "Travor..." (Bricht jeweils ab) Maße ca. 20,7 cm x 14,3 cm Zustand: Das Dokument wurde gefaltet, hat einige Knicke, bestoßungen, kleine Einrisse, Flecken und ist gestoßen. Die Ränder sind teils stärker gestoßen und haben diverse Knicke. Besonders die Ecken links und die Ecke rechts unten mit größeren Knicke. Linker Rand allgemein etwas knittrig. https://geschriebene-geschichte.de/shop/index.php?product/40-ansch%C3%BCtz-wilhelm-1870-1954-dokument-vom-4-dezember-1922/ Der Name des Mädchens das Sauerbruch gegen Ende seiner Kariere als Starchirurg, weil er nicht vom OP-tisch lassen konnte, umgebracht hat. Er hatte eine Carotis Stenose. Irgendeiner der Widerständler, von denen Sauerbruch wusste ohne sie den Nazis auszuliefern. Hajo Kroemer Weg wegen der vergleichbaren Bedeutung ... Agnes Karll Weg (ist leider verkappte Werbung für den DBfK) Hildegard Peplau (1909–1999) Sie prägte den Begriff „psychodynamische Pflege“, der sich auf die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient konzentriert. Hildegard Peplau Save Edit Hildegard Peplau wurde am 1. September 1909 in Reading, Pennsylvania, USA, geboren. Sie erhielt 1931 ihr Krankenpflegediplom. Ab 1936 leitete sie am Bennington College den Gesundheitsdienst und studierte gleichzeitig das Fach Interpersonale Psychologie, dass sie 1943 mit dem B.A. abschloss. Von 1943 bis 1945 war sie 1. Leutnant im amerikanischen Armee-Pflegecorps und arbeitete in der Neuro-Psychiatrie. Danach nahm sie ihr Studium wieder auf und erhielt 1947 ihren M.A. in psychiatrischer Krankenpflege und promovierte 1953 in Curriculumentwicklung. 1954 ging sie an die Universität nach Rutgers, wo sie ab 1960 als Professorin arbeitet. Am 17. März 1999 verstarb sie in Sherman Oaks California. 1952 schrieb Hildegard Peplau ihr Buch "Zwischenmenschliche Beziehungen in der Pflege", das vor allem die psychiatrische Krankenpflege revolutionierte, aber auch alle anderen Bereiche der Pflege beeinflusste. Ihre Definition von Pflege aus dem Jahr 1952 ist heute brandaktuell: Die Pflege ist ein signifikanter, therapeutischer, interpersonaler Prozess. Sie wirkt in Kooperation mit den anderen menschlichen Prozessen, die dem einzelnen in der Gesellschaft Gesundheit ermöglichen. In spezifischen Situationen, in denen ein professionelles Gesundheitsteam gesundheitsbezogene Dienstleistungen erbringt, beteiligen sich die Pflegenden an der Organisation von Bedingungen, die die natürlichen fortlaufenden Tendenzen im menschlichen Organismus unterstützen. Die Pflege ist ein edukatives Instrument, eine die Reife fördernde Kraft, die darauf abzielt, die Vorwärtsbewegung der Persönlichkeit in Richtung auf ein kreatives, konstruktives, produktives, persönliches und gesellschaftliches Leben zu bewirken. https://pflege.fandom.com/de/wiki/Hildegard_Peplau Des Ausgleichs wegen Dana Lützkendorf-Weg für den ersten erfolgreichen Tarifvertrag Entlastung an der Charite und gute Pflege. Rosa Parks Menschenrechtlerin der USA BildungRessourcenThemenmoduleFrauenperspektiven in der PolitikGalerie 1 – Pionierinnen der FrauenbewegungRosa Parks © Public domain USIA via Wikimedia Commons Rosa Parks Bürgerrechtsaktivistin geboren am 4. Februar 1913, gestorben am 24. Oktober 2005 Rosa Parks wurde 1913 als Rosa Louise McCauley im US-Bundesstaat Alabama geboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie anfangs zuhause, später besuchte sie Schulen für afroamerikanische Kinder. Mit knapp 20 heiratete Rosa Parks Raymond Parks, der in der Wahlrechtsbewegung für Afroamerikaner und der „National Association for the Advancement of Colored People“ aktiv war. Parks arbeitete als Schneiderin, bevor sie in den 1940er Jahren zusätzlich ehrenamtlich als Sekretärin der „National Association for the Advancement of Colored People“ in Montgomery beschäftigt wurde. Das Leben der Afroamerikaner*innen war geprägt von der sogenannten Rassentrennung – so gab es beispielsweise neben getrennten Schulen für Weiße und Schwarze, getrennte Toiletten, getrennte Warteräume bei den Behörden oder getrennte Theater. Oftmals hatten Schwarze auch einfach keinen Zugang zu vorhanden Ressourcen, die der weißen Bevölkerung vorenthalten waren. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln war die afroamerikanische Bevölkerung benachteiligt, so waren beispielsweise nur wenige Sitzplätze für sie vorgesehen. Am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks, die bereits länger in der Widerstandsbewegung gegen Rassendiskriminierung aktiv war, einen Sitzplatz für einen weißen Fahrgast zu räumen und wurde verhaftet. Während sich bereits einige Frauen vor ihr ähnlich verhalten hatten, entstand in Reaktion auf die Geschehnisse rund um Rosa Parks und die „National Association for the Advancement of Colored People“ der Montgomery Bus Boycott: Die betroffene afroamerikanische Bevölkerung erprobte den zivilen Ungehorsam und verweigerte die Fahrt mit den öffentlichen Bussen, was die Stadtverwaltung ökonomisch unter Druck setzte. Der Montgomery Bus Boycott führte nach gut einem Jahr schlussendlich dazu, dass die Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig erklärt wurde. Der Montgomery Bus Boycott trug erheblich zur Stärkung der Bürgerrechtsbewegung bei. Rosa Parks wurde zur „Mutter der Bürgerrechtsbewegung“ und reiste durch die Staaten, um über den Boycott zu informieren und Spenden zu sammeln. Sie war aber auch massiven Drohungen ausgesetzt, weswegen die Familie später nach Detroit zog. In Detroit arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung für den demokratischen Politiker John Conyers. 1987 begründete sie das „Rosa and Raymond Parks Institute for Self-Development“ mit, mit dem Ziel die Jugendlichen in Detroit zu fördern und für die Bürgerrechtsbewegung zu sensibilisieren. Rosa Parks war bis zu ihrem Lebensende als Bürgerrechtlerin aktiv, reiste, verfasste Bücher und hielt Vorträge. Rosa Parks und die Bürgerrechtsbewegung fanden auch Eingang in die Populärkultur. https://www.demokratiezentrum.org/bildung/ressourcen/themenmodule/frauenperspektiven/pionierinnen-der-frauenbewegung/rosa-parks-2/ Widerstand in der T4 Aktion 39-41 Gegen die Aktion T4 protestierten Eltern der Betroffenen, prominente Kirchenvertreter, wie von katholischer Seite der quasi amtsenthobene Bischof der Diözese Rottenburg Joannes Baptista Sproll, der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, der Bischof von Berlin, Konrad Graf von Preysing, der Dompropst von Berlin, Bernhard Lichtenberg, der Kapitularvikar von Paderborn, Weihbischof Augustinus Philipp Baumann und der Bischof von Limburg, Antonius Hilfrich, sowie von evangelischer Seite Paul Gerhard Braune, Theophil Wurm und Friedrich von Bodelschwingh, Bielefeld, aber auch einige Heimleiter und Mitarbeiter der Heime, in denen die Opfer lebten, wie Hermann Gocht. Als einziger deutscher Richter prangerte Lothar Kreyssig aus Brandenburg an der Havel die Euthanasiemorde an. Als Vormundschaftsrichter hatte er bemerkt, dass sich nach einer Verlegung Nachrichten über den Tod seiner behinderten Mündel häuften. Im Juli 1940 meldete er seinen Verdacht, dass die Kranken massenhaft ermordet würden, dem Reichsjustizminister Franz Gürtner. Nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass die Mord-Aktion in Verantwortung der Kanzlei des Führers ausgeführt werde, erstattete Kreyssig gegen Reichsleiter Philipp Bouhler Anzeige wegen Mordes. Den Anstalten, in denen Mündel von ihm untergebracht waren, untersagte er strikt, diese ohne seine Zustimmung zu verlegen. Kreyssig, der damit gerechnet hatte, sofort festgenommen zu werden, wurde lediglich in den Ruhestand versetzt. Schließlich sah sich der neu ins Amt berufene Reichsjustizminister Franz Schlegelberger genötigt, mehr als 90 höchstrangige Justizbeamte in die Vorgänge einzuweihen. In der Schlegelberger-Konferenz am 23./24. April 1941 gab er eine Stillhalte-Weisung aus, die widerspruchslos entgegengenommen wurde. Neue Ermittlungsverfahren wurden nicht mehr eingeleitet und ältere Verfahren niedergeschlagen. Damit waren die Juristen zu „Komplizen der rechtswidrigen Tötung“ geworden.[33] Den Alliierten war die Aktion seit 1940 bekannt.[34] Die Royal Air Force warf im September 1941 Flugblätter über dem Deutschen Reich ab („200 000 Unbrauchbare“), in denen über Steinhof und Erwin Jekelius berichtet wurde.[35] https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4 https://www.t4-denkmal.de/deu