# Mark Brandenburg ## Aus dem Polizeirapport der Berliner Abendblätter Heike arbeitet, als Medizinfachkraft geschult, im hellem und weiß gefliestem Untersuchungsraum, in weiß und kompetent. Ich stehe in der Tür, ein dunkelhaariger ansehnlicher Mann, Doktor, Assistent oder Hiwi, zamperonisch, älter, dicklich, schwarzsch, ist da. Ich laufe herum, bin nackt, nicht schamhaft, ich hatte mir bewußt gemacht, daß ich barfuß furchterregend erscheinen kann, nicht muss. Wer barfuß geht, geht am Ende bar. Ich bin nicht in erotischer Stimmung, Heike arbeitet konzentriert und zielstrebig, bei der Sache. Ich bilde mir ein, sie empfindet mein erotisches Unvermögen, empfindet ihrerseits aus diesem Mangel erotisches Verlangen, sachlich geht sie dem nach, später liegt sie dem schwarzschen Mann nackt auf einer Trage fußzugewandt gegenüber, dieser liegt ebenfalls nackt auf einer Trage, schwarze Plastikunterlage, und bewegt seinen Barfuß Heike oben zwischen den Beinen, sie hat die Beine zusammen und empfindet seine Berührung. Ich bilde mir ein, er bewegt seinen Fuß sie reizend, massierend. Es war natürlich, beängstigend. Manets Frühstück im Grünen, in vertauschten Rollen. Ich bringe tief gekränkt trockenen Mundes hervor "Du kannst zu mir kommen!" , Obwohl ich nicht daran glaube, erotische Anspannung aufzubringen. Heike empfindet mein Unvermögen und hört nicht auf, an ihrem Bedürfnis zu arbeiten, ich stehe dabei, es endet nicht. ![](k.jpg) Ich habe meine Braut geschändet, die Mark Brandenburg. Militarismus, Untertanengeist, Stände- und Kastengesellschaft. Es bellten die barfüßigen nackten Hunde, als sie geil die Häuser der Herrchen und Frauchen verteidigten und bewachten, und Rechte zugebilligt bekamen, die die Hausbesitzer keinem Menschen zubilligen, nackt rumrennen und sich behaupten, verteidigen, angreifen. Es ist seltsam, da sie die Bedrohung der nackt um ihre Häuser schleichenden Anarchisten, ohne Sprengstoffgürtel, nicht ahnen, besser sie sie in ordnungswidrige Tabus versenken, in der Hoffnung die besessenen Mauern bewachten und beschützten ihre peinliche Nacktheit, die im Vertrauen der Ehefrau ausgelebt werden darf. Denn sie hält zum Mann, muss. Peitscht ihn. Wer Bücher beschmiert beschmiert am Ende Menschen. Wer Bücher mit Kaffee bekippt, bekippt am Ende Menschen. Ich bekippte mich nackt im Garten mit Kaffee. Das blaß leuchtende Gespenst auf dem Steglitzer Friedhof bekippte sich mit kaltem Tee. Hoden schrumpfen. Nach diesem Traum ging es mir, realiter, also wirklich und wach, also authentisch, SPOOOAAT, mit einer Nacktinspektion des Gartens und Nacktgiessen von drei Kannen Regenwasser an die grünen Novemberpflanzen besser. Ich reckte mich, Lichtgestalt der Dunkelheit, auf dem Dach in den Himmel. Ich stieg hinunter und umfasste den dicken Baumstamm und fühlte ihn, Armesumfang, vier Meter hoch, phallisch, ein erregtes Geschlecht, hart, groß. Schön. Broch hat den Penis in Uniform erwähnt, ich denke aller Körperkult, totalitäre Körperfeier, Kolossalstatuen, hat dieses Bild, nur daß schamhaft, sie kaschieren, der schöne stattliche Mensch, von seinem Viermeterpenis kastriert wurde, getrennt. Vergangenheitsbewältigung heißt Zusammensetzen. Die Psychologie sucht im Unterbewußten, warum kaschiert werden muss. Heike sollte sich überlegen was die Liebe wert ist, 200,- Euro könnte eine erfolgreiche Anzeige kosten, die hat sie nicht. Sie befreit mich handstreichartig mit Machete. Oder ist sie nicht willens, sie für mich auszugeben, zu verschwenden? Ich bin dies Wenige nicht wert. Oh je. Es interessierte keinen. Es war keiner da, 8° Celsius. Frisch. 18:30 19. November dunkel bis auf städtische Lichtverschmutzung. Ich testete Tarnmaßnahmen, das Gesicht ließ ich aus, um nicht finster, falls jemand käme, zu erschrecken. Bundeswehrkohle hat sich nicht flächendeckend erwiesen, machte blasse Streifen, damals war es angekohlter Kork und der Kamerad gab sich künstlerisch Mühe mein Gesicht vollständig zu schwärzen, ich musste alle Ganzkörperwinkel selbst erreichen, damals waren wir grün angezogen, aber ich verspürte ein unstillbares Bedürfnis, mich in eine Schlammpfütze zu schmeissen, zu suhlen wie ein Schwein, ja ein wärmendes Schwein fehlt, aufbegehrend gegen Disziplin durch vorauseilenden übererfüllenden Gehorsam. So fing es vor 100 Jahren an. Ja ich war damals ein gelehriger Schüler der nachmilitaristischen *inneren Führung.* Mich hielt ab, daß ich keine Pfütze zur Verfügung hatte, und ich befürchtete Ausrüstung, Klamotten und Stiefel händisch reinigen zu müssen. Ein abgefeuertes Gewehr wurde zwei Stunden lang geputzt, und wieviel länger die ganze Ausrüstung? Glücklich lag ich auf vorheriger Radtour an der Donau nackt im eiskalten Gebirgsbach, Gebirgswasser schmeckt trotz gelöster Salze, Mineralien, destilliert leer und hohl, verwest, elektrolytisch gleichgewichtsverschiebend, das Wasser strömte erregend und mich auskühlend und gefrierend über mich, die Zeitspanne mich lustvoll zu erleichtern war endlich, der Zwang wurde mit zunehmender Kälte hochnotgeil, älter bin ich weniger von Torschlußpanik betroffen. Romantik tötet schnell. Der Feringasee der Heimat fühlte an kälteren Tagen nackt beschwommen sich schön und entspannt an, nach einigen Stößen der Arme und Beine. Dem Wasser ist die Badehose gleichgültig. Warum muss es Wasser sein? Klausis vergangenes Glück, es war eine befriedigende natürliche Masturbation, ich glaube das Wasser des Bachs nicht die Hand hat die Erregung gelegt, vermindert, beruhigt, besänftigt, das samtene Streicheln von Kopf bis Fuß besorgt. (Wie sanft möchte Heike streicheln?) Durchs Blätterdach schien nicht wärmend die Sonne mit angeregten Heliumlinien. Nach Saha. Jahre später umschmeichelten mich die tiefen Wasser mehrerer abgeschiedener kalter eiszeitlicher, Gletscher aus Schweden, Havelseen, auf meiner schönsten und schlimmsten Radreise an der Havel. Ob ich besamte, zu fern von Liebe säte, oder nicht kann ich nicht sagen, einige Male, nicht alle, es spielt keine Rolle, es spielt keine Rolle, auf keinen Fall bei keinem Mann. Es dauert zu kurz, eine Stunde bis fünf Sekunden. Obwohl unmöglich war, daß jemand anderes außer mir diese Seen erreicht und mich erblickte, auch auf dem Wasserweg, empfand ich keine Scham oder Ängstlichkeit, aber wollte mich verborgen und unbeobachtet halten und beobachtete Vorsicht, so im Nachhinein ist das Vorsicht nackter Tiere, es war im Kopf. Grenzen verlaufen im Kopf. Mauern, Karrosserien ... Deshalb glückte die Befreiung nicht, nicht mit Vernunft. Wirklichkeit ist unvernünftig, könnte ich Heike vorwerfen. Jeder Mensch hat ein Geschlecht und nicht jeder fünfzigste. Oder die weibliche Hälfte. Vielleicht hat Heike Ansprüche auf mein Geschlecht, gehören tut es ihr nicht, es ist nicht ihr Besitz. Sie hat Anspruch auf Erektion, Steifigkeit. Die Frau hat ein Geschlecht und es verbindet nichts mit meinem. Geschlecht fordert seine Rechte, und welche sind das. Dass ich auf einer einsamen Insel als letzter Mann mit allen Frauen nicht aussterben will? Ich will aussterben, daran ändert kein Geschlecht, kein weibliches was. Ich nehme, und gebe nichts, richtig, es ist meins. Das erigierte Mädchen ist nichts anderes als der erigierte Junge, wollen sie etwas voneinander, oder von mir, will ich etwas von ihr oder ihm? Wieso? Ich pinkelte mit Heike schon länger auf Berlin, von einem mariendorfer Parkhügel, den Wunsch drauf zu scheißen erfüllten wir uns nicht. Wir haben auch keine Defäkationsfaszination wie Arno Schmidt bei Körpervorgängen, wir müssen Funktionales nicht ins Sexuelle, Geschlechtliche zerren. Die Ästhetik besteht in Reflexen, diese sind schön. Fehlend schützen sie nicht vor dem Tod. Mutter Erde war in meinem Fall steril. Arno Schmidts Kinderlosigkeitsfantasien, sind Vorstellungen von atomaren Wüsten, keine Vorstellungen von einem Kind. Warum weiß ich nicht, ob er alleine in der Atomwüste nackt war, nackt radelte, barfuß ging, stellt er sich die Begegnung mit seiner Amazone mit Kleiderordnung vor? Im Garten ging er nicht nackt, in seinem Kopf allein. Alice wollte ihn nicht fotografieren. War er so arm, daß er nicht an fehlende Kleidung erinnert werden wollte. ## Wie ich allein die Mark Brandenburg bezwang, eroberte und den Militarismus beendete, ist schnell erzählt! Ich habe weiße Haut, die ist nachts gut sichtbar. Ich war mein eigener Voraustrupp und sondierte das Gelände, Feld. Ich schilderte die Idee Heike bei dem Feld in Mahlow, dass ich es nackt durchlaufen wolle hin und zurück. Eigentlich kam mir die Idee beim Einschlafen und Gedanken wälzen, das Feld am Mauerweg kam mir in den Sinn, für Heike hatte es erotische Assoziationen, es war heiß und staubig, aber gassigehende hundehalterexponiert. So wurde das nichts. Heike dürfte mich heute nackt und verfügbar aufs Feld entführen, aber als Pazifist lehnt sie Gewalt ab, oder sie will meinen Anblick nicht mit Anderen, Weibern, teilen, er stünde ihr zu. Das Feld ist ausgedehnt, so daß man tagsüber (Übung) schwerlich in dessen Mitte nackt wahrgenommen würde. Neben der Landstraße schloß es mit einem Knick ( eine Wallhecke galt es zu erobern ), der etwas Deckung geben könnte, an ein weiteres großes Feld. ideales Terrain als für mich imaginiertes, weghoppelndes Reh. [^1] [^1]: Der schönste Sex fühlte sich mit Heike im Zelt auf Lutzis Campingplatz in .... ohne Beobachtung und kindliche Kontrolle an, ich erinnere mich, und der Sex vorgestern, ein wunderschöner Alptraum. Süße Quälerei. Wie gesagt ich sondierte am Mauerweg beginnend, Richtung Feld abschätzend, zu viel Pionierwald grenzte zwischen Radweg und Feld, in einigem Abstand von der Landstraße, folgte ich einem Trampelpfad an den Rand des Baumbestandes, mehrere zum Weg parallel laufende Trampelpfade waren vorhanden, also sicher von Hundebesitzern frequentiert, in Berlin gibt es weniger Hunde aber Lichtverschmutzung, das Feld war eine Brache, ich leuchtete mit der Fahrradlampe hinein, das Vorderrad hebend und anwerfend, ich irrte, wie ich später einsah, es war dunkel, zu dunkel wie mir aufging. Das Ziel, die Aufgabe war, das Feld unter Zurücklassung von Fahrrad und Kleidung zu überqueren, ich wollte es an einen Baum binden, Kleidung und Schlüssel abseits verbergen, das Ziel war das Feld ohne sicheren Rückzugsweg, gesicherte Wiedererlangung von Kleid und Rad zu queren, wozu ich Heikes Selbstverständnis und -bewußtsein gebraucht hätte, hatte ich nicht. Ich lasse die Kleider praktisch zurück, weil ich nicht nackt bin, um Unnötiges und Ballast mitzuschleppen, und mich zu belasten und unbeweglich einzuschränken. Ich bräuchte einen Stock zum Dranbinden. Ich ziehe mich nicht aus, um Kleider zu ~~schleppen~~ tragen. Die Brache versprach sich nicht schön überqueren zu lassen, ich wollte eintretendes Herzgeklopfe minimieren, minimal halten, ich bräuchte es gegen die Kälte, wenn ich sterbe, legt mich nackt auf ein Feld, wenn es nicht besser geht, in die Natur, die wilde Klamm. Herzklopfen inklusive. ( Wie im Stern der Ungeborenen von Franz Werfel. ) Barfußgehen ist wichtiger, es stellt die Welt auf den Kopf. Das Feld schien bis zum diagonalen Ende dunkler, außer der Lichtverschmutzung meiner hinten ....dorfer Nachbarn in Feierabendidylle. Das war ein Irrtum, das angebliche dunkle Ende war eine Kuppe in der Mitte des Feldes. Die Siedlung kam hinter der Kuppe näher, beleuchtend zu nah, da änderte sich die Brache sauber in Linien, Reihen bestelltes Feld, fester Grund zog sich, zu schräg, und lag quer übers Feld, zwischen beiden Teilen zur Knickung, ich müsste loslegen, meinte ich, ich suchte ein Abstellversteck für mein hell leuchtendes Fahrrad, Nabendynamo, ich hatte ihn zur Ausleuchtung, der Feldgegebenheiten genutzt, es leuchtete, der Kondensator war voll, ich wollte die Lampe abdecken, meine äugige Mütze verräterisch, ich identifzierbar, die Brache wuchs höher, ich sah mich um, das Feld frei, ich würde ohne Übersicht vom Waldrand nackt in das frei einsehbare Feld tapern. Ich entschied mich mit Fahrrad bekleidet einige Schritte ins Feld die Aussicht zu testen. Ich holperte ein Drittel, ein Viertel das Feld hinein. Ich hatte mich überzeugt hier konnte ich mich unstörend ungestört aus- und entdeckt sogar ruhig anziehen, in einer Dunkelheit, die das Unterscheiden der Bekleidung unmöglich macht, nackt bin ich heller. Hier ging es, ich klappte den Fahrradständer aus, stellte das mich verratende Fahrrad ab, und schloß es ab. Ich entschloß mich den Schlüssel mitzunehmen. Verlor ihn im Dunkeln, fand ihn. Ich hatte am Waldrand Überlegungen gewälzt, wie ich im Dunkeln bei Rückkehr von der anderen Seite, die richtige Stelle wiederfinden und anpeilen könnte, ich entschied mich für die Identifizierung mittels Silhouetten und identifizierbarer Konturen von Baumkronengruppen. Sehr unsicher sollte mir scheinen. Ich legte das Fahrrad seitlich ins Brachegestrüpp, das Licht wurde von Gewächs erstickt, ich legte die Jacke ab und zog meinem warmen mitgebrachten Tee aus der Innentasche, seine Trinkdauer war die Minimalzeit für den Gang, ich nahm ihn mit, ökologisch korrekt fand ich ihn in PETflasche nach Verlust wieder, ich ging einige Schritte weiter, das Terrain überzeugte mich, ich setzte mich abseits ins Gestrüpp, und entkleidete mich, die Schuhe, in Deckung. Ich häufte die Kleider und suchte verlorenen Tee und den Schlüssel zum Umhängen, nach dem Umblicken in Stille und Leere richtete ich mich auf und schritt los, sofort streichelte mich kältegemindert der sanfte wärmere Wind, seltsam. Der wenige Tee, grün, wärmte und schmeckte, die Entfernung zum Aufbruchsort war gering, so dass ich keine Befreiung empfand. Ich kam langsam zur Mitte des Feldes schritt forscher aus, barfußgeübt, die Schlüssel um den Hals klingelten, vergaß zeitweise die Nacktheit, der Weg zog sich, Entfernungen waren kaum einzuschätzen, den Punkt ohne Wiederkehr überwand ich unbemerkt ohne Zögern, der Weg zur anderen Seite begann, als sich der Weg in die Länge zog, ich an der Enfernungseinschätzung zu zweifeln begann, hörte die Brache auf, der Trampelpfad bog auf die Strauchböschung zu, war weniger eindeutig zu identifizieren für nachher zurück, ich lief vertrauensvoll weiter, lange, instinktiv lösungsgewiss auf das Fußgedächtnis zählend, ich lief länger, der Knick versprach in Aussicht zu kommen, was er bald tat, ich konnte ihn in einer Grasschneise auf die nächste Seite durchlaufen, erschreckt von einem weißen Pfosten in Hundehöhe, der nicht bellte. Ich sah auf das weite neue Feld, eine nächste Etappe, wann, werde ich zwanghaft? Ich machte mich ohne Eile an den Rückweg, der Tee war leer, die Schlüssel klirrten leise, ich verfehlte den Weg, zwischenzeitlich kam mir meine Tarnung in den Sinn, ich bückte mich, Fee, ( wie lange blickten nackte Ritter in den Schaum der Bäche, bis ihnen Wassergeister, Undinen, erschienen?) krümelte etwas schwarzbraune Erde, Erde ist sauberer Dreck, beschmierte mich und rieb mich am Hoden, Leisten, Gerestschlechtsteil (Scham und Scheide für den Selbstversuch bei Damen) ein, und auch Brust, Flanken und Po, Po besonders, fühlt sich gut an, ich leuchtete weniger erschreckend. Andere Erdsorten konnte ich nicht testen, primitive rote oder ocker, Kreide verbietet sich. Zwei schlechte Bücher zum Beschmieren hatte ich nicht dabei! Solche Tarnung verschwindet beim Überstreifen von Kleidung, die ich lang nicht erreicht hatte. Ich fand den Weg, er war falsch, ich versuchte die Richtung des Rückwegs auszumachen, unmöglich sie wiederzufinden, ich ertastete den Weg füssig, erkannte ihn wieder richtig, ich traf glücklich auf die Stelle wo die Brache begann, ob ich mich in der Mark Samen verlor, ich erkannte sie nicht , sollte ich mich als Unkraut fühlen, hätte ich mich im Glyphosatkampf jedenfalls behaupten müssen, hier wuchs klein und kümmerlich, was nicht hergehörte, oder ob ich eine Weltbevölkerung ernährende Frucht darstellte, sei dahingestellt und es darf sich der Leser je nach Erzählform und Verlag die Geschichte zuende imaginieren. Nach einem längeren Rückweg begannen die Blicke in die Brache und die Sorge, schrecken wollte ich mich nicht, aber ich verzweifelte schnell, was, wenn ich an Kleidung und Rad unbemerkt vorbeilief, dunkel wie es war. Ich trat in die Brache und untersuchte die Schemen, war das ein Kleiderhaufen, nein große Blätter, kein Brachegestrüpp, Blütenstengel, wie ich einer, kohlig angeordnete Blätter. Unaufmerksam, dachte ich, am Kohlfeld vorbeigelaufen und nicht bemerkt. Samen meinerseits, Kerne vom kernigen Kerl, wären vom Kohl bis zu Lieferung in den Supermarkt weggeregnet. Die Erdmutter war unfruchtbar und häßlich, im Dunkeln ist das kein Mangel, bei Sonne suche man sich eine schönere Landschaft. Sicher! Trotzdem am Rad vorbei oder nicht, die Kleider zu finden, gab ich nachrangige Priorität, auf große Fahrradkonturen fokussieren, der Ausgangswaldrand rückte näher, ich würde umkehren müssen, lange suchen müssen, erfrieren, den Kohl tastend abkriechen, das hier ist ein zwangskollektiviertes PostLPGfeld, kurz groß, häßlich, amerikanisch groß, steril, industriell groß, außer mit meinem Samen, was Heike und nicht den Kommunisten gehört, nicht verunreinigt, glyphosatifiert, die Verzweiflung milderte sich im angenehmen Laufen, bleckte wieder hervor und kroch heran. Es war schön, es war keiner da und bis morgen würde keiner kommen. Blöd wärs mangels Kleidung ( Fahrrad nicht) sechs Kilometer durch die Stadt so zu laufen, bei eisigem Wind zu radeln ( Die dunkle Route ist machbar). Mein Schamgefühl schwand und ich legte mir einige Argumente zurecht: " Ich zieh mich um. Ich hab meine Kleider verlegt. Ich geh mit dem Wulff , der Vulva, spazieren, ich habe eine Wette verloren, ihr Hund ist nackt, ich habe meine Unterhose verlegt. Ich will mich nicht unterhalten !" Zu dem interessierten älteren Herrn mit KLEINEM Hund, oder zur Polizei, berlin oder brandenburgsch, bauen taten jedenfalls die Berliner Wasserbetriebe in BRANDENBURG, Skandal. Mir kam der Gedanke an Scham abhanden, als ich meinen Vater über ein Feld, Felder, durch große Flüsse schwimmend, verwundet mit Fieber durch die Sowjetunion stolpern und straucheln sah, auf der Flucht, oder genehmigten Ausreise? Er wurde bei einer russischen Familie wach. Sie hatten ihn im Fieber ohnmächtig auf dem Feld gefunden, wie nackt er gegebenenfalls dabei war, dürfte alle Beteiligten weder gestört noch beschämt haben, alles Glück, so kam ich an meinen Kleidern vorbei, etwas weiter glomm die treue Lampe, mit gelbfunzelnder Tasche, niemals mehr ohne Lampe, selbst wenn es blendet, Licht nahm ich mir vor, Unsitte von daheim und Garten, dort suchte ich die Gießkanne im Dunkeln. Der Entschluß den Rest des Feldes nackt zu durchlaufen, fiel trotz möglicher Entdeckung leicht. Ich hatte alles zu weit getrieben und im Rücken Auf dem Rückweg verlangsamte ich, ein verirrter Jogger wackelte mit seinem Irrlicht durch den Waldstreifen, brutal langsam, ich kühlte wartend aus, und er tapprig, SPOOOAAT, bis zum Herzinfarkt des Achtzigjährigen. Ja muss das denn sein? Es erlichterte ein Radfahrer, rot?, mir war die Personenzahl unklar und ich wusste nicht, wer abzog, und wen ich mir einbildete. Die Birkenstämme an der entscheidenden Stelle vor mir wirkten von unten beleuchtet, als ob sich jemand niedergelassen hätte, der Vergleich zeigt bei anderen Birken dieselben Lichtverhältnisse. Ich näherte mich und erreichte den stetsverdächtigen Hundegeher- und steher- und -schnüfflertrampelpfad, hüpfte zur Zielbestätigung auf der Stelle, beglückt, und wandte mich dem Ende meiner Reise zu, in hasenfüssiger Gewissheit jedem Annäherer entkommen zu können, genoß den bekannten Pfad, vergaß irritiert anhetzende anbellende mich mit dem Hasen verwechselnde und zerfleischende Hunde (Schlüssel in die Faust, doch Stock.) Ich erreichte ich das Fahrrad, schloß es gemütlich auf, verlor Teeflasche und Schlüssel, Entspannung hatte den letzten Weg das Herzklopfen abgesenkt ins Gefühl, frequenzmäßig, ich eilte klappernd zu den Kleidern, verhedderte mich in der dreifachen Oberkörperbekleidung, erkannte die erste Baumwollhose, grün auf grün nicht, hatte beide Hosen an, wärmte mit zwei Händen je einen Fuß vor, und war in Strümpfen und Schuhen. Die Jacke fehlte, ei verdammt, die kannst du nur hier ausgezogen haben, suchte, fand sie nicht, kalt so klappernd zitternd, sie lag am Fahrrad, die PETTeeflasche schaffte es in die Tasche, ich schob das Fahrrad vom Feld meinen Ruhmesplatz, Ruhmesfeld, einmal durchquert, verlassend. Ich dachte ich würde mit Sicherheit eine Erektion beim Selbstlibertinageversuch bekommen,angstgetrieben (Törless, Musil), die sich in eine Orgasmusfähigkeit unter Hilfestellung oder ohne verwandeln könnte. Das war nicht der Fall, ich schritt im richtigen Gefühl, ließ die deckende haltende Hand von der samtenen Mitte, Geschlecht, Gefühlsmitte, fallen, der dynamische stramme Beckenboden federte mich muskulös nach oben und voran, ich ließ die Arme frei und im Takt des Laufs schwingen, die umgehängten Schlüssel klirrten leise. Prioritäten: Nackt alle Hoffnung fahren lassen oder zurückgewinnen ist nicht wichtig, aber das Fahrrad laß ich mir nicht klauen. Gesellschaft brauch ich keine, will ich keine, Heike darf mich an der Hand nehmen. Irgendwo hinführen. Es muss sich nicht gut anfühlen. Mikrobiologisch interessant. Das klopfende Herz ist ein Lustorgan, nicht für Infarkte und Schlaganfälle. Wir schwitzen, sind nackt und haben Angst. Lebendig. Befreiung scheint möglich. Loslassen, die Kleidung. 426 Meter mal zwei, achthundertfünfzig, gilt als Kilometer. Das waren mehr als zwölf Minuten bei fünf Stundenkilometern. Nächstes Mal weiter. Vorwärts immer. Zwei Stunden sind zehn Kilometer. Neun Stunden. * [Berliner Abendblätter](ba.php) ))> Written with [StackEdit](https://stackedit.io/).